Markus Rinderspacher und Lars Klingbeil – zwei prominente SPD-Politiker haben die SPD im Landkreis Regensburg mit ihren Besuchen unterstützt. Zudem war auch Christian Springer, Kabarettist, Autor und politischer Aktivist zu Gast in der Region – genauer gesagt in Wenzenbach.
Christian Springer ist bekannt dafür, dass er nicht nur als Kabarettist ein Highlight ist – auch seine politischen Auftritte haben immer Hand und Fuß. Und so motivierte er in Wenzenbach die SPD-Mitglieder, zusammenzuhalten und Gesicht zu zeigen. Wichtig sei vor allem, die Zivilgesellschaft zu stärken – dies täten zum Beispiel Vereine und auch Gewerkschaften. Leider aber engagierten sich immer weniger Menschen in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Den Satz „Man kann eh nichts machen!“ will Springer aber nicht gelten lassen – denn: „Man kann etwas tun!“ Dies müsse viel deutlicher vermittelt werden. Leider gewinnen immer mehr diejenigen die Oberhand, die Angst, Hass und Hetze verbreiten, hier müsse man dagegenhalten. „Wir müssen wieder mehr Selbstbewusstsein vermitteln“, so Springer.
Problematisch werde es, „wenn die normale Mitte schweigt“ – man müsse dagegenhalten und könne so auch im Kleinen viel gewinnen. Springer selbst gehört keiner Partei an, vertritt aber klar seine Meinung. Das tut er auch beim Thema Flucht und mit seiner Orient-Hilfe. Dass seine Stimme Gewicht hat und gehört wird, zeigte sich auch in Wenzenbach – die Gäste im vollbesetzten Saal spendeten viel Applaus.
SPD-Landratskandidatin Silvia Gross hatte es möglich gemacht, dass Springer in den Landkreis kommt. Sie betonte in Wenzenbach, dass der Schutz der Demokratie unsere „vordringlichste Aufgabe“ sei. Entmenschlichung beginne dabei bereits in der Sprache, dem müsse man sich entschieden entgegenstellen. „Deshalb bin ich für ein AfD-Verbot, nicht, weil sie eine andere Meinung haben, sondern weil sie an unseren demokratischen Grundwerten rütteln“, so Gross.
Text: Ursula Hildebrand